Wenn der Chrome plötzlich ewig zum Starten braucht und die Websites nicht ordnungsgemäß geladen werden, sollten Sie einen Fehlercheck vornehmen. Wechseln Sie nicht gleich den Browser, sondern schauen Sie, ob eine der typischen Ursachen verantwortlich ist. Oft reicht schon ein wenig Zeit dafür, die Fehlersuche durchzuführen und die Gründe zu finden.
Fangen Sie bei Chrome selbst an
Nutzen Sie zuerst den Browser, um hier mögliche Fehlerquellen ausfindig zu machen und gehen dabei Schritt für Schritt vor:
- Schließen Sie Tabs, die Sie nicht brauchen: 30 geöffnete Webseiten bleiben nicht ohne Folgen. Besonders Videos, Webanwendungen oder umfangreiche Seiten können Arbeitsspeicher beanspruchen. Schließen Sie testweise alles, was Sie gerade nicht benötigen.
- Nutzen Sie den Chrome-Taskmanager: Drücken Sie in Chrome Shift + Esc. Der Taskmanager zeigt Ihnen, welche Tabs, Erweiterungen und Prozesse Ressourcen beanspruchen. Fällt dort ein einzelner Eintrag deutlich auf, haben Sie einen ersten Verdächtigen gefunden.
- Werfen Sie Erweiterungen raus: Öffnen Sie über das Drei-Punkte-Menü „Erweiterungen“ und „Erweiterungen verwalten“. Hier können Sie alles deaktivieren, was Sie nur selten nutzen. Wenn Chrome anschließend bereits schneller läuft, haben Sie die Lösung schon gefunden.
Weitere bewährte Lösungen können helfen, wenn sich der Grund für einen langsamen Chrome-Browser nicht sofort finden lässt.
Pflegen Sie Ihren Chrome wieder gründlicher
Obwohl der Browser für sich genommen pflegeleicht ist, braucht er ab und an ein paar Maßnahmen, damit seine Performance stark bleibt.
- Aktualisieren Sie Chrome: Klicken Sie auf das Drei-Punkte-Menü, „Hilfe“ und „Über Google Chrome“. Dort sucht der Browser nach verfügbaren Updates. Starten Sie Chrome nach der Installation neu.
- Löschen Sie alte Browserdaten: Ein voller Cache ist nicht automatisch ein Problem. Wenn einzelne Webseiten jedoch ungewöhnlich langsam laden oder einfach nicht richtig angezeigt werden, kann das Löschen zwischengespeicherter Daten helfen. Gehen Sie in Ihre Einstellungen und schauen Sie unter „Datenschutz und Sicherheit“ nach der Funktion.
- Aktivieren Sie den Speichersparmodus: Chrome kann inaktive Tabs aus Ihrem Arbeitsspeicher nehmen. Öffnen Sie dazu die Einstellungen und anschließend „Leistung“. Dort können Sie den Speichersparmodus einschalten und bei Bedarf Ausnahmen für bestimmte Webseiten festlegen.
Prüfen Sie auch den Mac
Der Chrome kann verantwortlich sein, manchmal liegt die Ursache aber auch beim Mac selbst. Deswegen sollten Sie auch hier Schritt für Schritt die Fehlerquellen suchen.
- Schauen Sie in die Aktivitätsanzeige: Nicht immer ist Chrome schuld, daher sollten Sie einmal die Aktivitätsanzeige öffnen und CPU- sowie Speicherauslastung prüfen. Wenn parallel eine Synchronisierung läuft oder ein ressourcenhungriges Programm läuft, kann ihr gesamter Computer darauf reagieren.
- Führen Sie einen einfachen Neustart durch: Es ist die einfachste Lösung bei vielen Problemen, denn der Neustart beendet laufende Prozesse. Sie haben dann einen frischen Ausgangspunkt und können zunächst nur Chrome öffnen. Wenn jetzt alles problemlos läuft, können Sie weitere Programme nach und nach starten.
Bleibt Chrome langsam, beobachten Sie das Auftreten des Problems ein bisschen genauer. Ruckelt jede Webseite oder nur eine bestimmte? Beginnt es erst nach dem Öffnen vieler Tabs? Wird der Browser nach dem Aktivieren einer Erweiterung träge? Solche Unterschiede helfen Ihnen mehr als wahlloses Löschen irgendwelcher Dateien.
Auch die Hardware setzt Grenzen, denn älterer Mac mit wenig Arbeitsspeicher reagiert bei vielen gleichzeitig geöffneten Webanwendungen anders als ein aktuelles Modell. Manchmal nagt der Zahn der Zeit auch am besten Gerät.
